Warum man regelmäßig eine Datensicherung durchführen sollte

Kurz und knapp: Auf der Festplatte sind Daten keineswegs sicher, sondern es gibt unzählige Möglichkeiten, wie diese verloren gehen können: Diebstahl, Virenbefall, Festplattendefekt oder ein Brand sind nur einige Möglichkeiten.

An dieser Stelle wäre das Thema eigentlich schon erledigt. Da ich aber immer wieder auf Situationen treffe wo das Thema Datensicherung schlicht und ergreifend vernachlässigt wird, möchte ich hier doch etwas mehr näher darauf eingehen.

Welche Daten gibt es?

Zunächst einmal möchte ich die unterschiedlichen Arten von Daten in einzelne Kategorien unterteilen, auch wenn das aufgrund von teilweiser Überschneidung nicht immer ganz einfach ist. Auf der anderen Seite ist das natürlich keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern soll lediglich dazu dienen die Wichtigkeit der einzelnen Daten zu priorisieren.

  • E-Mails, Kunden- und Auftragsdaten
  • Eigene Daten
  • Anwendungen
  • Internetdateien

E-Mails, Kunden- und Auftragsdaten

Hierzu zählt die komplette E-Mail-Korrespondenz mit Geschäftspartnern, alle relevanten Kontaktdaten und nähere Details/Informationen zu Kunden und Lieferanten. Wurden Vereinbarungen per E-Mail getroffen kann man bei einem Datenverlust unter Umständen gewisse Auftragsbestandteile nicht mehr nachweisen. Oder ein Kunde erteilt einen lukrativen Auftrag, und man hat es nach dem Verlust nicht mehr auf dem Schirm, und der Kunde wird unzufrieden weil sein Auftrag nicht ausgeführt wird. Es gibt also einige Gründe warum dies eine der wichtigsten Datenkategorien ist. Im Übrigen besteht sogar eine Rechtsverpflichtung E-Mails dieser Art aufzubewahren. Hier spricht man dann von der rechtssicheren E-Mail-Archivierung, der ich mich in Zukunft mit einem eigenen Beitrag widmen werde.

Eigene Daten

Dazu gehören alle Daten die man selbst erstellt hat. Hier fließt ein oft nicht berücksichtigter Faktor ein – die eigene Zeit. Wenn man einmal eine umfangreiche Projektdokumentation neu erstellen muss weil das eigentlich bereits fertige Exemplar auf wundersame Weise verschwunden ist, oder komplexe Zeichnungen für ein Kundenprojekt in kürzester neu erstellt werden müssen, dann ist das der Zeitpunkt an dem man sich über eine funktionierende Datensicherung freut. In den meisten Fällen ist übrigens nicht nur die eigene Arbeitszeit ein Faktor, sondern auch ein finanzieller Verlust geht schon mal einher weil man, anstatt einen neuen Auftrag auszuführen, erstmal den vorhergehenden erneut abschließen muss.

Anwendungen

Landläufig herrscht die Meinung vor, dass eine Datensicherung der reinen Nutzdaten ausreichend ist. Anwendungen kann man ja einfach neu installieren, und dann die Daten zurücksichern. Ja, das kann man tatsächlich, in vielen Fällen erlebt man dann aber doch die ein oder andere unangenehme Überraschung. Als Beispiel sei hier einfach mal der eigene E-Mail Client genannt, indem sich neben den E-Mails (Nutzdaten) auch die Konfigurationseinstellungen für das Postfach oder die Postfächer finden. Man hat nun also seine Nutzdaten gesichert, stellt aber nach dem ersten Start fest, dass das eigentliche Konto gar nicht da ist. Jetzt muss man dieses also wieder neu einrichten, und sich alle dafür erforderlichen Daten wieder zusammensuchen. Bei einem Postfach mag das noch gehen, aber ab dem 2. E-Mail Konto wird es dann ärgerlich. Dieses Beispiel zeigt das es hier in vielen Fällen keine klare Trennung gibt, sondern verschiedene Datenarten ineinandergreifen.

Internetdateien

Damit sind Dokumente aus dem Internet wie Produktbeschreibungen, Kataloge, Handbücher u.ä. gemeint. Auf diese Art Daten kann man sicherlich noch am einfachsten verzichten, da man sie sich ja wieder jederzeit aus dem Internet besorgen kann. Wenn, ja wenn, da nicht wieder ein nicht unbedeutender Faktor zuschlagen würde: Zeit. Die Zeit nämlich, die man benötigt um alle diese Daten aus den verschiedensten Quellen zusammenzutragen. Auch hier ist also eine Datensicherung sehr empfehlenswert.

Ein RAID-System schützt nicht vor Datenverlust

„Wozu eine Datensicherung? Wir haben doch ein RAID!“ – An dieser Stelle möchte ich mit einem Mythos aufräumen, der sich hartnäckig hält. Ein RAID-System sorgt nicht für Datensicherheit, sondern nur für eine hohe Datenverfügbarkeit. Es ist in der Tat schon vorgekommen dass in einem defekten RAID-1-Verbund eines Servers eine defekte Festplatte ausgetauscht wurde, im gleichen Moment aber die zweite Festplatte das zeitliche gesegnet hat. Beruhigt ist derjenige, der in diesem Moment auf eine vollständige Sicherung seiner Daten zurückgreifen kann. Zugegeben, diese Konstellation ist nicht an der Tagesordnung, aber das heißt nicht dass einen dieses Schicksal nicht doch ereilen kann.

Lösung

Eine Datensicherung muss, neben ihrer eigentlichen Aufgabe, auch vor allem zu Ihrer unternehmerischen Situation passen. Sehr gerne zeige ich Ihnen wie ein praxistaugliches und sicheres Datensicherungskonzept mit NovaStor NovaBackup aussehen kann. Dabei spielt es keine Rolle ob ein Server, oder ein einzelner Arbeitsplatz, damit abgesichert werden soll. Zudem werden Sie mit dieser Lösung anschließend in der Lage sein Änderungen oder Datenrücksicherungen in Eigenregie durchführen zu können – wenn Sie dies denn möchten.

Fazit

Es gibt keine absolute Sicherheit auf Festplattenbasis, auch nicht mit einem RAID-Verbund. Jeder Unternehmer sollte an dieser Stelle einmal nachdenken was ihm seine Daten wert sind, und die Realisierung einer praktikablen Datensicherung anvisieren.

Ich berate Sie gern zu einer für Ihr Unternehmen passenden Lösung zur Datensicherung. Sprechen Sie mich unverbindlich an.

Ihr Ansprechpartner:

Herr Michael Weyergans
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